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das letzte Rennen der Bordairlineserie in Sankt Michael im Lungau ging dieses Wochenende über die Bühne. Nach 33 stunden Action, rund 130 gelaufenen Kilometern und 4 Flügen gingen mir im Ziel nur 20 Flugmeter auf den Sieg ab. Bin aber mit dem 2. Platz trotzdem sehr zufrieden, da ich damit auch den 2 Platz in der Gesamtwertung der Crossalps und Bordairlineserie 2014 fixieren konnte.

  

Nachdem ich voriges Jahr aufgrund der X-Alps Teilnahme auf einen Start beim Crossalps verzichten habe, freute ich mich heuer umso mehr einen der begehrten Startplätze für den Jubiläumsbewerb ergattert zu haben.
Es ist schon ein irres Gefühl gemeinsam mit 110 Fliegern unten am Start zu stehen, nach einem letzten sorgfältigen Wettercheck vor dem Start erschien mir aufgrund des starken Westwindes die Route nach Osten am sinnvollsten.
Kurz vorm Startschuss setzte wie in Alptherm prognostiziert Regenschauer ein. Der Erste Aufstieg auf die Hochries war trotz des Regens, durch nette Gespräche mit Boxi und Pascal, sehr kurzweilig. Oben angelangt war erst mal nichts mit gemütliches einsitzen ins Hochrieshaus, da der Regen inzwischen wieder aufgehört und ein moderater Nordwestwind eingesetzt hatte. Meinem Plan folgend startete ich am Hochrieshaus mit einigen anderen Piloten die inzwischen eingetroffen waren. Ich konnte gemeinsam mit meinen Novateamkollegen Pasqual Purin und Steve Nash die Hochries soarend überhöhen und praktisch ohne Höhenverlust in Richtung Kampenwand fliegen. Vor der Ersten Talquerung hieß es nochmals maximale Höhe machen um eventuell an der Kampenwand im Westwind wieder aufzusoaren zu können. Steve und ich mit unseren Mentoren hatten in etwa die gleiche Höhe, Pasqual im nagelneuen Triton konnte seinen Überflug etwas höher starten als wir und kam dank der gewaltigen Gleitleitung um gut 300m höher als wir an der Kampenwand an und konnte von dort aus als einer der wenigen weiterfliegen. Steve und ich mussten im Tal am Fuße der Kampenwand einlanden und den Aufstieg zu Fuß in Angriff nehmen. An der Kampenwand bekam ich dann von Christoph Weber den Tipp von einem kleinem Startplatz auf der Südseite der Kampenwand. Von diesem Startplatz konnte ich dann ein kleines Sonnenfenster nutzen, um die Kampenwand erst sehr langsam und mühsam, dann immer besser werdend überhöhen. Nach der Querung zum Hochgern konnte ich den Einstieg in die nächste Thermikquelle sehr tief aber problemlos finden, weiter ging der Flug über Hochfelln, Unternberg auf den Rauschberg. Dort gab es eine freudige Überraschung, ich sah Pascal den ich das letzte Mal an der Kampenwand getroffen hatte wieder. Die letzte Talquerung zur Zwieselalm konnten wir gemeinsam machen, Pascal drehte dann am Ende des Massivs um da dort die CTR Salzburg beginnt und ein einfliegen automatisch die Disqualifikation bedeutet hätte. Da es aber erst 15 Uhr war, war ein umdrehen mit Pascal keine Option für mich, ich flog daher so nah als möglich an die CTR heran und spiralte dann ab und landete auf der letzten möglichen Wiese vor Beginn der CTR (ich hatte mir den Verlauf der CTR sehr genau angeschaut, denn ein Missgeschick wie bei X-Alps wollte ich mir nicht mehr leisten). Mein ursprünglicher Plan, für das eher bescheidene Flugwetter war ein Wendepunkt von 50km, wenn alles super läuft maximal 60km, musste aufgrund der doch einigermaßen guten Flugbedingungen, nochmal genau überdacht werden. Nach dem Zusammenlegen trabte ich also erstmals los Richtung Salzburg, mein GPS zeigte mir schon nach einigen Kilometern die Annäherung an Wendepunkt 50 Kilometer an. Nach einer kurzen Telefonkonferenz mit Christian Grohs (der seine Crossalps Teilnahme aufgrund einer Grippe leider absagen musste), war kurzfristig ein neuer Wendepunkt bei Kilometer 80 in Fuschl am See direkt vor der Red Bull Firmenzentrale, fixiert. Nach einigen unfreiwilligen Irrwegen, Wasserdurchquerungen, ohne jede Pause und am Ende meiner Kräfte kam ich kurz vor 17 Uhr im Ziel an > Geschafft das härteste Rennen an dem ich je teilgenommen habe und mein Wendepunkt am absoluten Limit. Mein Dank gilt ganz Besonders meiner Freundin Vera die schon einige Zeit im Ziel war und die mich die letzten Kilometer ins Ziel motiviert hat, allen meinen Sponsoren und dem gesamten Crossalpsteam für die tolle Organisation der sensationellen Veranstaltung.
Die Bilanz des Crossalps Bewerbes > Gesamtsieg Herren mit einer Wertungsstrecke von 192 km und Gewinner des Crazy Walker Awards

Einige Bilder unseres Dänemarktrips im Nova Teamblog

http://teamblog.nova-wings.com/soaringspas-in-danemark/

Hier ein kurzer Rennbericht vom Wochenende! Nach der Anreise am Donnerstag konnte ich die 2 Tage aufgrund von unfliegbaren Bedingungen (Windböen bis 100km/h) zum auschecken einiger möglichen Routen nutzen.

Die Wetterbedingungen für das Gebiet rund um Levici Terme und die Standardroute Richtung Osten die vermutlich alle Teilnehmer einschlagen werden war eher durchwachsen. Es war sehr wohl Thermik angesagt aber unter Umständen relativ bald Abschattungen und Regen. Das bewog mich am Samstag früh punkt 8 nicht mit allen anderen auf dem „Hausberg“ von Levici Terme, dem Panarotta zu starten, sondern ich machte mich mit Chris Grohs auf den Weg nach Süden wo die Wettervorhersagen eher besser vorhergesagt waren. Da die Ersten 30 km Richtung Süden sehr anspruchsvoll sind (enge Täler, viel Wind, fast keine Landemöglichkeiten) war diese Route natürlich mit gewissen Risiken verbunden, da ein absaufen auf diesen ersten 30 km Automatisch viele Kilometer und Höhenmeter zu Fuß bedeuten würden und damit einen frühen Startzeitpunkt am östlichsten Zipfel der Bassanokante  verhindern würden.

Nach 18 Kilometer Fußmarsch und 1300 Höhenmeter war der Erste Startplatz erreicht und Chris und ich konnten dort bereits vor 11 Uhr starten und den Startplatz überhöhen, die Ersten Flugkilometer flog ich sehr defensiv und nahm jeden Höhenmeter den ich erkurbeln konnte mit, beim ankommen an der Kante im Süden war das Erste große  Teilziel erreicht und das vor allem ohne einen weiteren Aufstieg was Kraft und vor allem Zeit gekostet hätte. Jetzt führte uns die geplante Flugroute weiter nach Osten, nach einigen kleineren Talquerungen erreichte ich nach ca. 30 Kilometer die Erste größere Querung bei Bassano, weiter gings vorbei an vielen bekannten Fluggebieten bis zu unserem geplanten Wendepunkt bei 90 km. 90 km Wendepunkt deswegen, weil laut meinen Berechnungen alle anderen die an der hinteren Kante auf der Jagt nach dem weitersten Wendepunkt waren spätestens dort umdrehen müssen. Nach der Wende gelang es mir noch einige Kilometer zurück Richtung Ziel zu fliegen. Nach gut 6 Stunden Flug konnte ich überglücklich landen und musste jetzt nur noch rechtzeitig ins Ziel gelangen. Die Nacht nütze ich um rund 70 Kilometer zu laufen, am Sonntag konnte ich dann noch die ca. 30 Kilometer ins Ziel fliegen und landete um ca. 1230Uhr.

Schlussendlich war mein Wendepunkt den 4. Platz Wert, da das Wetter auf der Route der anderen Teilnehmer doch gehalten hat und dort der Wendepunkt doch etwas weiter gesetzt werden konnte als von mir erwartet. Bin mit meiner Platzierung aber trotzdem sehr zufrieden, da mein Plan voll aufgegangen ist ganz nebenbei konnte ich mit meinem Nova Mentor 3 noch eine der weitesten Flugstrecken des Wochenendes, mit 142,69km zurücklegen.